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Basics zur Kostenübernahme für Cannabispatienten

In letzter Zeit häufen sich bei mir die Anfragen von, ich nenne es mal „Cannabis- Freizeitkonsumenten“, welche sich Ihren Konsum von der Krankenkasse finanzieren lassen möchten. Wir sollten sie dabei unterstützen.

So etwas lehnen wir strikt ab! Diese Anfragen rauben nicht nur Nerven, sondern auch ganz viel Zeit! Zumal wir uns mit Sicherheit nicht strafbar machen möchten und werden!

Ich möchte gerne ein paar grundsätzliche Dinge über den Antrag zur Kostenübernahme von Cannabismedikamenten erläutern und auf einige Punkte deutlich hinweisen.

Unser Beratungsservice dient ausschließlich Patienten, welche Cannabis zur medizinischen Therapie benötigen!

Selbstgestellte Diagnosen interessieren weder den Arzt, die Kasse, noch den MDK!!!

Es gibt einige Grundvoraussetzungen, ohne die ein Antrag so gut wie keine Chance hat, genehmigt zu werden.

Die Basis für einen Antrag auf Kostenübernahme

  • Die wichtigste Voraussetzung ist die gesicherte Diagnose mindestens einer schwerwiegenden, chronischen Erkrankung.
  • Unabdingbar für einen erfolgreiche Antragsstellung ist eine positive Einschätzung des Therapieverlaufes, durch den verordnenden Arzt.
  • Alle bisher in Anspruch genommen Therapien, sowohl medikamentöse, als auch alle anderen Therapien, wie zum Beispiel Physio-, Psycho- und Ergotherapien usw., müssen dokumentiert sein. Ebenso muss begründet werden, warum diese eventuell abgebrochen wurden!
  • Beispiele und Studien werden verlangt, in denen der Nutzen einer Cannabismedikation, bei vergleichbaren Krankheiten oder Symptomen, dargelegt wird!
  • Eine Cannabismedikation ist bei einigen Grunderkrankungen medizinisch ausgeschlossen.
    Dieser Ausschluss beinhaltet einige psychische Erkrankungen, wie schwere Persönlichkeitsstörungen, Psychosen und schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Klären Sie bitte dieses mit Ihrem Arzt vor der ersten Einnahme!

Cannabis ist in den seltensten Fällen die erste Therapieoption! Laut Gesetz ist es momentan für austherapierte Patienten bestimmt! Dass heißt im Klartext: Vor der Verschreibung sollte man andere Therapien ausprobiert haben!

Falls Ihr Euch mehr über Cannabis als Medizin informieren möchtet, schaut gerne auf unserer Homepage http://www.diehanfapotheke.de vorbei oder nehmt Kontakt zu uns auf.

Einen Überblick über unserere verfügbaren Sorten findest Du hier.

3 Gedanken zu „Basics zur Kostenübernahme für Cannabispatienten“

  1. Hallo liebe Mitstreiter,

    Ich hab hier ein Zitat aus einem Artikel vom Ärzteblatt:

    „Dies bedeutet, dass eine Behandlung mit Cannabis auch dann eingeleitet werden kann, wenn theoretisch noch weitere, bisher nicht eingesetzte (zugelassene) Behandlungen zur Verfügung stehen und der Patient noch nicht „austherapiert“ ist.“

    Das austherapiert sein, erhöht die Chance auf eine Kostenübernahme ungemein. Jedoch ist das Durchlaufen schuldmedizinisch anerkannter Therapiemethoden nicht mehr nötig. Der Arzt hat die Therapiehoheit. Soweit zu meinem Wissensstand.

    Artikel: https://www.aerzteblatt.de/archiv/186476/Medizinisches-Cannabis-Die-wichtigsten-Aenderungen

    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

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